Was für ein Gefühl! Gerade habe ich das Manuskript zu meinem Buch „Alles, was das Leben ist“ dem allerersten Verlag zugeschickt. Ich bin richtig aufgeregt! Obwohl ich weiss, dass die Wahrscheinlichkeit einer Rückmeldung eher klein ist, bei den zig tausend Buchprojekten, die tagtäglich bei den Verlagen im Postfach landen. Wer weiss, vielleicht liest einer der Lektoren meine Zeilen und sieht Potential darin… Wir werden sehen. Es wird wahrscheinlich nicht der letzte Verlag bleiben, dem ich die Geschichte von Noah und Edward zusenden werde.
Es hat schon viel Mut gebraucht, das fertige Manuskript von meinen engsten Vertrauten beurteilen zu lassen. Umso schöner, waren die Reaktion bisher durchwegs positiv. Es tut mir unglaublich gut zu merken, dass meine Worte die Wirkung erzielen, die ich mir erhofft habe. Ich will eure Herzen berühren.
Nun freue ich mich auf den nächsten Abschnitt auf dieser Reise.
„Edward! Geht’s dir gut?“
Noahs laute Stimme holte Edward jäh aus seinem Erinnerungsspaziergang zurück. Er blinzelte. Noah stand direkt vor ihm, die Hände in die Hüfte gestemmt, hatte den Kopf schief gelegt und sah ihn prüfend an.
„Entschuldige Noah, ich war gerade… nicht hier.“
Die Gesichtszüge von Noah nahmen einen etwas sanfteren und vor allem interessierten Ausdruck an.
„Wo warst du denn gerade?“
„Ich habe ein bisschen in Erinnerungen geschwelgt.“
„Erzählst du’s mir?“
Edward seufzte.
„Später vielleicht.“
„Aber du erzählst mir doch alles!“
„Bestimmt Noah. Es ist nur…“
Edwards Blick schweifte wieder über die nicht enden wollenden Felder und er atmete tief ein.
„Es ist nur so, dass es Erinnerungen gibt, die so schön sind, so voller Liebe und so lebendig, dass man sie fast nicht erzählen kann. Dass man Angst hat, der Erinnerung nicht gerecht zu werden, wenn man versucht, sie in Worte zu fassen. Verstehst du das?“
Überraschenderweise nickte Noah sofort verständnisvoll.
„Natürlich verstehe ich das. Manchmal gibt es keine Worte, die beschreiben, was im Herzen ist.“


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